Sozialer Empfehlungsdienst für Wirtschaftsnachrichten
Nachrichten die von Benutzern verlinkt und weiterempfohlen werden – der Social-News-Sektor, allen voran die Website Digg – haben mittlerweile einen Fixplatz in der Online-Nachrichten-Welt. Der professionelle Wirtschaftssektor wurde dabei bislang aber eher vernachlässigt. So finden sich auf Digg Wirtschaftsnachrichten, die sich eher an ein allgemeines Publikum richten. Die Website Tip’d möchte nun die Interessen von Insidern und Wirtschaftsinteressierten abdecken. Dabei ist Tip’d nicht das erste Social-News-Angebot, das sich auf eine Nische konzentriert.

Die Seite habe ich dann auch gleich mal inspiziert:
- Layout sieht ganz übersichtlich aus.
- Anmelden nervt – ist aber notwendig zur Nutzung aller Features (Tip’d Videos, SocialTickers, The Tip’d Top 100, and Tip’d Top Ambassadors. )
- Bis dato noch relativ wenig Werbung / eher gar keine zu sehen.
- Auf Platz zwei bewegte sich zur Zeit meines Besuches eine Geschichte über kaufbare Inseln. Mmhh kurz angelesen – nette Info, aber jetzt nicht wirklich das super Insiderhighlight…
Während Sportfans oder Autoenthusiasten bereits bedient werden, soll Tip’d nun den Business-Sektor abdecken. Nach dem Start im vergangenen Oktober wurde das Service nun dem ersten größeren Update unterzogen. Neben tiefergehenden Analysen zu Wirtschaftsthemen werden nun auch Videos angeboten. Die sogenannten SocialTickers zeigen die Unternehmen an, die im Moment am meisten im Gespräch sind. Außerdem bindet Tip’d aktuelle Börsendaten, Blogposts und Twitter-Meldungen mit ein.
Neben Tip’d gab es bereits Versuche, Social News im Business Bereich anzubieten, so Muhammad Saleem, Community Manager bei Tip’d, gegenüber der Los Angeles Times. Man habe versucht, aus deren Fehlern zu lernen. So sei man direkt auf etablierte Analysten und Blogger zugegangen und habe sie zur Mitarbeit auf der Plattform motiviert. Trotzdem könne man mit spezialisierten Wirtschaftsnachrichten nicht ähnliche Reichweiten erzielen, wie mit einer Nennung auf der FrontPage von Digg. Dafür seien die Themen zu komplex und würden nicht ausreichend viele Interessensgruppen ansprechen.
via (pt)
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