Social Media Camp in Berlin
Am 25.06.09 besuchten Sebastian Vogt von NI und ich die IT Profits 5.0. Die Messe war mit zahlreichen Menschen bevölkert, die allesamt meist sehr befremdlich aussahen. Gut das die Nerdmesse nicht unser Hauptziel war, sondern eingebettet in die IT Profits fand ein Barcamp (ich hoffe ihr wisst alles was ein Barcamp ist? Falls nein > lies das) statt. Themenschwerpunkt: Social Media. Federführend bei der Organisation war Jens Best.
Eines vorneweg: Das Barcamp war richtig gut!
‘Wo sind wir denn hier hingekommen?’ Das schoß mir als erstes durch den Kopf, denn die Räumlichkeiten des Barcamps waren nahe Erdmittelpunkt.
brigens das Monetarisation Camp hatte seine Zelte in unmittelbarer Nachbarschaft aufgeschlagen. Mehr weiß Sebastian zu berichten.
Die Messe Berlin hatte die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, und offensichtlich gab es in Halle 7 nur Platz im untersten Kellergeschoß für Unkonferenzen. Auch Jens Best meinte nur hintersinnig: „Barcamps müssen nicht immer auf dem Messegelände stattfinden.“ Die bezogenen Hallen seien übrigens die mit dem kürzesten Echo gewesen – zur Auswahl hätte auch noch eine Halle mit drei Sekunden Verzögerung gestanden, kommentierte der Organisator die Raumsituation.
Aber egal – auf die Inhalte kommt es an. Äußerlichkeiten sind etwas für Miesmacher. Die Sessions fand ich allesamt hochinteressant.
Folgende Sessions besuchte ich:
- Überblick über Social Media Monitoring – der Referent stellte uns diverse Monitoring Tools vor. Von kostenlos bis verdammt teuer, von manuell bis automatisch, von einfach und funktional bis hinzu bunt, komplex und drastisch verwirrend war alles dabei. Resümee: Der Markt in Deutschland wird bis dato v.a. von ausländischen Anbietern bedient, deutsche Markteilnehmer bieten meist nur Beratung an und keine konkreten Tools. Die semantische Inhaltserkennung von Beiträgen und die anschließende Gewichtung funktioniert bis aktuell nur in „English“ – ist ja klar, wenn die meisten Anbieter aus Amerika kommen.
- „Hol das Kind aus dem Brunnen“ Reputationsmanagement – Der Referent stellte kurz ein Problem vor – falscher Wikipedia-Eintrag – und fragte dann, wie eine Agentur im Auftrag des Unternehmens am besten vorgeht. Eine nette Diskussion entspann sich daraufhin. Resümee: Kommunikation ist alles! Rede mit allen Beteiligten und agiere nicht verdeckt.
- Meme als Tools – In diesem Vortrag drehte sich alles um die kleinsten Informationsteilchen und seinen Verbreitungsmöglichkeiten im Internet. Ein Meme wird ähnlich einem Gen von Kommunikator zu Kommunikator weitervererbt. Resümee: Immer mehr Meme prasseln auf den Internetnutzer ein. Jeder hat die Möglichkeit Meme unkompliziert zu initiieren und zu verbreiten. Diese Erkenntnis kann Social-Media-Interessierten helfen die Mechanismen von Themensettings besser zu erkennen, zu verstehen und ggf. zu steuern.
Für die letzte Session wanderte ich kurzerhand zur Konkurrenz ab:
- Monetarisierung von Communities – Das frisch gestartete Online-Netzwerk „Frobbel“ stellte sich vor und der Betreiber ließ sich ein wenig in die Karten schauen. Mehr weiß Sebastian zu berichten.
Uff das war nun aber allerhand Infoinput. Mein Geist und Körper verlangten nun nach massiver Entspannung. Ein kurz Check-in im Hostel East 17 und dann mit der U-Bahn ab zur Online Marketing Lounge. Hier winkte Freibier und Netzwerken.
test Filed under Messebesuche | Tags: Berlin, Bier, Social Web, Vorträge | Comment (0)Leave a Reply