Dunkel wirds im Blätterwald

Oktober 17th, 2008

„Zeitungen müssen so experimentierfreudig wie möglich sein, wenn es darum geht, die eigene Zukunft im Internet zu sichern.“ Mit diesen Worten appellierte Caroline Little, ehemalige Geschäftsführerin des Online-Arms der US-Zeitung Washington Post, am Mittwoch dem 15.10.08, auf der World Association of Newspapers Digital Publishing Conference an die versammelte internationale Zeitungsbranche. Wie der Guardian berichtet, zeichnete Little ein eher pessimistisches Bild in Bezug auf die gegenwärtige Situation und künftige Entwicklung der Branche. Die Zeitungsindustrie werde von einer „noch nie dagewesenen Menge an Düsterkeit und Verderben umhüllt“, die den wirtschaftlichen Druck auf die Unternehmen wachsen lasse. Auch das von vielen als „Goldmine“ gesehene Internet habe es bislang nicht zu Wege gebracht, die Einkunftsströme der Zeitungen wieder fließen zu lassen.

Zeitungsstapel
Dunkel schauts rund um die Zeitung aus!

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Diskussionsreihe über zukünftigen Journalismus

Juni 13th, 2008

Auf der Webseite von der Süddeutschen werden seit Dezember Trends rund die Zukunft des Journalismus kommentiert, bewertet, aufgezeigt und beurteilt. Mehr dazu hier oder http://suche.sueddeutsche.de/ => Zukunft des Journalismus eingeben.

Einige Zitate aus den Artikeln:

Lloyd: „Google News“ ist derzeit eher unser Feind als Verbündeter. Und zwar weil dort Nachrichten nicht selbst produziert, sondern einfach Anderen weggenommen werden. Dadurch wird die Anziehungskraft derer geschwächt, die fürs Nachrichtensammeln bezahlen müssen. Die stellen Google unfreiwillig ihre Ressourcen zur Verfügung und bekommen nichts zurück.

Stimmt das wirklich? Oder bekommen Sie nicht auch neue Besucher zurück, die sonst nie gehabt hätten?

Talbot: Im Web 2.0 werden wir ja täglich von Blogs und Gelaber überflutet – was wir deshalb brauchen, sind sauber recherchierte, glaubwürdige Informationen. Und dafür brauchen wir redaktionelle Filter. Blogger haben die Medienwelt mit neuer demokratischer Energie bereichert, aber Blogs schreien nach professioneller redaktioneller Aufbereitung.

Mmhh, Zustimmung ist ihm sicher, aber nur für die Blogs, die auch als Nachrichtenquelle wahrgenommen werden wollen. Denn für pure Meinungsschleudern sind solcherlei Restriktionen nicht angebracht…